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Neue App - Qwui für einfache Quittungen

Qwui ist meine schlanke Web-App für Schweizer Quittungen: Betrag und Leistung eintippen, PDF erstellen, fertig — ohne Konto und ohne Abo.

#WebApp #Qwui #Cloudflare #Zero Trust #D1 Database

Als Kleinunternehmer kenn ich das Problem: Ein Kunde will schnell eine Quittung, und ich sitze da mit einem Word-Template, tippe Zahlen ab, exportiere als PDF, hänge es manuell an eine Mail — für eine simple Quittung viel zu viel geklicke. Ich wollte etwas, wo ich Betrag und Beschreibung eintippe auf einen Knopf drücke, und fertig.

Also hab ich mir mit Hilfe von KI-gestütztem Programmieren mein eigenes kleines Tool gebaut — Qwui. Hier ist, wie das entstanden ist und wie ich es abgesichert habe. Hier die Repo für die Interessierten: https://github.com/mardoommo/Qwui


Die Idee: so simpel wie möglich

Kein aufgeblähtes Buchhaltungsprogramm, keine Abo-Kosten für ein Feature, das ich zu 90 % nicht brauche. Nur das Nötigste:

• Betrag und Leistung eintippen

• Auf einen Knopf drücken → fertige, formatierte Schweizer Quittung

• Direkt als PDF speichern (über den normalen Druckdialog des Browsers — kein Zusatztool nötig)

• Mit einem Klick per E-Mail versenden — die App öffnet mein E-Mail-Programm mit bereits ausgefülltem Betreff und Text, ich muss nur noch die PDF anhängen und auf Senden klicken

• Mit einem Klick per WhatsApp versenden — als reine Textnachricht mit allen Quittungsdetails, kein PDF-Anhang nötig, öffnet direkt WhatsApp (oder WhatsApp Business, je nachdem was installiert ist) mit fertig geschriebenem Text

Das war’s. Kein Feature-Overkill, einfach die drei, vier Dinge, die ich wirklich mehrmals pro Woche mache.


Wie ich es gebaut habe

Ich bin kein klassischer Software-Entwickler — aber inzwischen reicht es, genau zu beschreiben, was man braucht, und mit einem KI-Assistenten (in meinem Fall Claude) iterativ draufloszubauen. Das lief in etwa so ab:

  1. Erste Version als Prototyp — eine einfache Weboberfläche, wo ich Positionen und Beträge eintragen kann und daraus eine sauber formatierte Quittung entsteht.

  2. PDF-Export — statt eines komplizierten PDF-Generators einfach den Browser-Druckdialog genutzt (“Als PDF speichern”), das reicht völlig und spart Komplexität.

  3. Versand-Buttons — E-Mail über einen sogenannten mailto-Link (öffnet das Mail-Programm mit vorausgefülltem Text), WhatsApp über einen ähnlichen Mechanismus (wa.me-Link mit dem fertigen Text als Parameter).

  4. Verbesserungen nach und nach — Quittungen im Nachhinein bearbeiten oder löschen können, ein eigenes Logo, unnötige Elemente wie einen “Kontrollabschnitt” wieder entfernt, weil ich ihn schlicht nicht brauchte.

Das ganze Projekt ist eine React-Web-App, liegt als Code auf GitHub und wird von dort automatisch gebaut und veröffentlicht, sobald ich etwas ändere und pushe.


Hosting: eine eigene Subdomain, sicher abgeriegelt

Ich wollte das Tool nicht öffentlich zugänglich haben — schliesslich geht’s um meine Geschäftsunterlagen. Gelandet bin ich bei Cloudflare Pages, aus ein paar Gründen:

• Kostenlos für ein Projekt dieser Grösse

• Automatisches Deployment direkt aus meinem GitHub-Repo — jeder Push aktualisiert live die Seite

• Eigene Subdomain meiner bestehenden Domain, sauber getrennt von meiner Hauptwebsite

• Automatisches HTTPS — die Verbindung ist verschlüsselt, ohne dass ich mich selbst um Zertifikate kümmern musste


Für die Absicherung habe ich zwei Schutzschichten übereinandergelegt:

Schicht 1 — Cloudflare Access. Bevor überhaupt eine Zeile Code geladen wird, prüft Cloudflare, ob ich mich mit meinem eigenen, autorisierten Konto anmelde. Ohne erfolgreichen Login kommt niemand auch nur in die Nähe der Seite.

Schicht 2 — ein zusätzliches Passwort, das serverseitig geprüft wird (nicht im Website-Code versteckt, wo es theoretisch jemand auslesen könnte, sondern auf Cloudflares Server-Infrastruktur selbst).

Damit müsste jemand gleich zwei unabhängige Hürden nehmen, bevor er die Seite überhaupt zu sehen bekommt — für ein kleines Business-Tool wie meins mehr als ausreichend.


Fazit

Der ganze Aufwand hat sich für mich total gelohnt: Statt für ein simples Feature ein teures SaaS-Abo abzuschliessen, hab ich in ein paar Sessions genau das Tool gebaut, das ich brauche — nicht mehr, nicht weniger. Kein Feature-Ballast, keine monatliche Rechnung, und ich kann es jederzeit selbst anpassen, wenn sich meine Bedürfnisse ändern.

Wenn du ähnliche, kleine, wiederkehrende Aufgaben in deinem Geschäftsalltag hast — es lohnt sich, mal zu prüfen, ob nicht auch dafür ein massgeschneidertes Mini-Tool schneller gebaut als “irgendwie mit Word/Excel weitergewurschtelt” ist.